Ein Hauch von Nichts – Farbpulver im Einsatz

Farbpulver

Es gibt Produkte, die machen einfach Spaß. Ob sie für den Hobby-Künstler unbedingt notwendig sind, sei dahingestellt, aber man sollte sie zumindest testen oder eher, damit spielen.

Für mich sind die unterschiedlichen Wasserfarbenpulver ein klassisches Beispiel. Als Wasserfarben gibt es bereits Pfännchen, Tuben, Sprays. Braucht es da unbedingt diese Pigmente in Pulverform? Und vor allem, was können Pulver, was die anderen Produktformen nicht können?

Was sind Wasserfarbenpulver?

Bei Wasserfarbenpulvern handelt es sich, wohlgemerkt, NICHT um Künstlerpigmente im klassischen Sinne: Künstlerpigmente werden eingesetzt, um gemeinsam mit Bindemittel seine eigenen Farben günstiger zu kreieren oder zu veredeln.

Im Gegensatz dazu handelt es sich hier um ein Produkt, das direkt oder mit anderen Medien gemischt, eingesetzt werden kann: ein bisschen Wasser und diese Pülverchen können ihre Pracht entfalten. Ihr einfacher Einsatz macht sie zu begehrten Partnern im Art Journaling.

Farbpulver für Wasser

Viele Marken – ein Prinzip

In Deutschland bekommt man meines Wissens drei verschiedene Marken zu kaufen: Brusho, Color Burst, Perfect Pearls und Bistre. Allerdings gibt es auch andere Marken, wie z.B. die Magicals von Simon Says Stamp. Diese zeichnen sich durch den Zusatz von Mica Pulver (die für einen schimmernden Look sorgen) aus. Leider konnte ich diese nicht erwerben, und kann deshalb nichts dazu erzählen!

Ich besitze Brusho und Color Burst. Diese Pulver sehen zwar ähnlich aus, werden aber unterschiedlich verpackt: Die Brushos gibt es in kleine 15g Container (gibt es auch größer: 50g und 100g) in 32 Farben, während es die 20 Color Burst Farben in kleine 6g Fläschchen gibt. Bei uns ist das Sortiment (insbesondere für Color Burst) aber meist geringer.

Die Verpackung steuert auch die Handhabung: beim Container kann die Farbe entweder direkt mit trockenem(!) Pinsel oder mit einem sehr kleinen Löffel entnommen werden. Oder es wird mit einer Reisnadel ein Loch im Deckel gemacht, um das Behältnis wie einen Salzstreuer einzusetzen. Allerdings können größere Kristalle dadurch event. zurückgehalten werden, und die Farbe kann seine volle Pracht nicht entfalten. Beim Fläschchen kann der Deckel einfach entfernt und die Farbe mit leichtem Druck oder Klopfen aus der Behältnis beschleunigt werden.

Farbpulver im Einsatz

Nun geht es los!

Der Einsatz der Farbpulver ist sehr einfach. Diese lassen sich entweder mit Wasser oder mit Medien aktivieren. Beim ersten Einsatz empfiehlt es sich, ein bisschen (wirklich nur ein bisschen) Pulver aufs Papier zu geben und dann mit Wasser zu bestreuen: es ist magisch. Da diese Pulver aus mehreren Farben bestehen, entstehen nicht rein gelbe oder rein rote Flecken, sondern Farbpunkte mit unterschiedliche Schattierungen. Natürlich kann das Pulver auch auf feuchtem Papier aufgetragen werden. Wenn mit dem Wasser ein Wort geschrieben worden ist, bekommt Ihr einen tollen Effekt. Das Pulver kann auch auf einer Palette mit Wasser vermischt werden und dann wie Wasserfarbe behandelt werden. Hier ist die Farbe aber homogener.

Ansonsten könnt Ihr auch diese Pulver mit Gesso, Gel, Strukturpaste vermischen: Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist was Spaß macht! Ich bin auf Eure Kreationen gespannt!

Die heute vorgestellten Produkte bekommt Ihr unter anderem hier:

Colorburst:
https://www.stempelbar.de/290102120282/color-burst
https://www.baschtuegge.ch/Verzierungen/Farben/Farbpigmente_Wasserfarben/Ken_Oliver_Color_Burst_Powder_Bright_Tones.html
https://www.stempelfee-shop.de/shop/farben-malmedien-und-stifte/ken-oliver-crafts/

Brusho:
https://www.stempelbar.de/499052/brusho-farbpulver
https://www.flamingo-art.de/
https://www.karten-kunst.de/farben-glitzer/brusho-farb-pigmente.html