• Home  / 

Art Journaling – Erlaubt ist was gefällt!

Ich liebe Art Journaling! Und mit diesem Blog möchte ich Dich mit meiner Begeisterung anstecken. Mir verschafft es viele schöne Stunden beim Entspannen und kreativ sein. Nichts muss, alles kann . Und ist das Ergebnis mal nicht so dolle, wird es gleich in ein neues Art Journal eingearbeitet oder übermalt. 

Art Journaling macht Spaß, und das mit gutem Grund: mit wenigen Hilfsmitteln und Deiner Fantasie kannst Du schnell kleine Kunstgegenstände kreieren. Blöcke, Notizbücher, alte oder selbstgemachte Bücher werden mit Collagen, Zeichnungen, Kritzeleien verschönert, aus Freude an der Kunst und am Ausdruck oder auch einfach, um mit Wort und Farbe den Alltag zu dokumentieren. 

Du möchtest eine Zusammenfassung des Themas, mit einer einfachen Anleitung zu einer Art Journaling Seite und zu einem selbstgemachten Art Journal? Meine  Gratis Art Journaling Anleitung hilft Dir mit dem Art Journaling anzufangen. 

play

Was ist Art Journaling?

Im Grunde versteht man unter Art Journaling das Erstellen eines Kunstwerks mit unterschiedlichen Materialien in einem Heft oder Buch. Dabei wird Bild mit Schrift gemischt. Es geht darum Gefühle, einen Spruch oder Deinen Alltag einzufangen. Zumeist werden all diese unterschiedlichen Elemente in Buchform, sogenannten Art Journals, eingefangen. Auf Deutsch übersetzt wäre das ein künstlerisches Buch oder Kunsttagebuch. Dafür können Notizbücher, alte Bücher oder selbstgemachte Heftchen benutzt werden.

Art Journaling kennt keine Regeln: es ist erlaubt, was gefällt. Wo Wörter fehlen, kann die Kunst die Gefühle zum Ausdruck bringen, die in einem schlummern. Du kannst all die Farben, Texte, Schnitzel, Erinnerungsstücke einsetzen, die Du zu Hause hast und Dir Freude bereiten. Kreativ Tagebücher können sich ohne größere Hilfsmitteln zu wahren Kunstwerken entwickeln.

Wann und wie setzt man Art Journaling ein?

Hier ein paar Ideen. Die Liste könnte endlos weitergeführt werden.

  • Als kreatives Tagebuch nutzen- einfach so – interagieren mit vielen Materialien (am liebsten mit mehreren Art Journals gleichzeitig)
  • im Urlaub, als Urlaubstagebuch oder Reise-Tagebuch
  • Unterwegs, wenn du mal ein paar Minuten Zeit hast (Buch aufklappen, skizzieren, einfärben und fertig)
  • Abends vor dem Fernseher, können Deine Seiten mit entspannenden Doodles (Kritzeleien) weiterentwickelt werden- wenn Du kein spontanes Thema hast, kannst Du gerne Prompts (Themen oder Aufforderungen) nehmen. In unserem Facebook Art Journaling Club haben wir zum Beispiel monatliche Themen, die Du zur Inspiration nehmen kannst- Junk oder Mini-Art Journals, selbstgemachte Journals, die nach und nach verschönert werden.

Ich persönlich schreibe gerne im Zug, auf dem Weg in die Stadt. Mit Kugelschreiben, Filzstift und Bleistift wird geschrieben und skizziert. Zuhause mache ich die Seite dann fertig.

Art Journaling mit kreatives leben

Materialien & Ausrüstung für das Art Journaling

[Dieser Teil wird sukzessive ausgebaut – es wird ein laaaaanger Blogpost]

Der Arbeitsplatz

Anfangs ist es nur 1m2, aber bald kann sich Dein Arbeitsplatz wie eine Krake über den ganzen Tisch und mehr ausbreiten. Du solltest Deinen Arbeitsplatz entweder mit Zeitungspapier oder mit Plastik schützen. Es gibt auch entsprechende Craft Matts (eine Folie, die wasserabweisend ist und beim Malen eingesetzt wird), aber diese würde ich mir am Anfang nicht zulegen, da sie relativ teuer sind. Ein Glas mit Wasser gefüllt und dann kann es schon los gehen.

Papier oder das Journal

Papier und Dein Art Journal sind für mich die wichtigste Investition. Alle anderen Materialien kannst Du nach und nach kaufen. Du kannst entweder ein Skizzenheft oder Notizbuch nehmen oder Du stellst Dein Journal selbst zusammen. Wichtig dabei ist die Grammatur, sprich das Papier sollte fester als Kopierpapier sein, um alle Nassmedien und Klebstoffe aufnehmen zu können. Als Richtwert würde ich alles ab 180g/m2 empfehlen. Um sicherzugehen, solltest Du Mixed-Media-Papier wählen. Natürlich kannst Du auch ein Skizzenbuch mit wenig Grammatur nehmen, allerdings muss Du dann damit rechnen, dass das Papier sich wellt, beziehungsweise Deine Acryl- oder Wasserfarben schlecht aufnimmt.

Art Journaling Ideen

Beim Blattformat gibt es viele sehr unterschiedliche Optionen. Du kannst Zentangle-große Kärtchen oder A0-Seiten zu einem Journal zusammenbinden. Weit verbreitet sind A5 oder A4-grosse Journals. Für welche Größe, Du Dich entscheidest ist Dir freigestellt. Magst Du es detailliert zu malen? Dann wähle eher ein kleineres Model. Bevorzugst Du Farbe großzügig aufzutragen, dann gehe eher in Richtung A3. Anfängern empfehle ich ein kleines A5-Büchlein. Dieses sollte lieber weniger Seiten besitzen, damit Du bald ein Erfolgsgefühl hast, Dein Journal voll zu haben!

Ein Art Journal Buch oder Heft kann mit einem Faden leicht zusammengebunden oder genäht werden. Ansonsten hast Du die Wahl zwischen Spiralbindung, Heftklammerung und einer Fadenbindung. Jede Form hat seine Vorteile:

  • Spiralbindung: die Seite liegen auf beiden Seiten flach auf, eine einzelne Seite kann leicht entfernt werden, allerdings werden Doppelseiten von der Spirale geteilt.
  • Heftklammerung: meist kleinere Journals, Doppelseiten können leicht entfernt und wieder hinzugefügt werden. Wird meist bei günstigeren Heften genutzt.
  • Fadenbindung: Doppelseiten werden als Einheit wahrgenommen. Dies ist eine wertigere Bindung.

Natürlich ist auch das Upcycling alter Bücher oder Magazine möglich. Dabei solltest Du auf die Bindung und die Papierqualität achten: das Papier sollte eine gewisse Saugfähigkeit haben, aber nicht zu fein sein. Als Vorbereitung (insbesondere bei dünnen und fragilen Seiten) klebe ich immer zwei Seiten zusammen und entferne ca. 1/5 der Seiten: Du wirst die Seiten mit Farbe und Kollage verschönern: diese Strukturen werden Dein Buch vergrößern. Mit dem Entfernen der Seiten beugst Du dem vor. Die Seiten kannst Du auch mit Gesso einstreichen, damit diese die Farben besser aufnehmen.

Ich benutze allerdings lieber lediglich den Buchdeckel für mein Art Journal (siehe das Video). Beim Art Journaling auf alten Buchseiten stört mich die Qualität des Papiers (zu dünn, zu Wasser empfindlich, zu durchlässig). So kann ich das innere für Collagen benutzen, und habe ein sehr individuelles Notizbuch für meine Art Journaling Seiten.

Art Journaling Kurs

Interesse an einem Art Journaling Kurs? Hier geht es zur Info.

Stifte 

Ich warne Euch schon vor: hier kommen die Materialien, die süchtig machen: Ob wir von Farben, Stiften, Stempeln oder Schablonen sprechen, man hat nie genug davon. Aber zu Eurem „Schutz“ werde ich Euch nicht die ganze Palette aufzeigen (das kommt in anderen Blogs….), sondern nur einen potenziellen Grundstock.

Bei Stifte braucht Ihr eigentlich grundsätzlich nur zwei Stifte: einen schwarzen Acrylstift (idealerweise als Fineliner) und einen weißen Gelstift. Acrylmalstifte gibt es in matt und Glitzerfarben. Sie sind ideal, um überall drauf zu schreiben oder malen. Es handelt sich um Stifte mit Acrylfarbe. Eine tolle Erfindung. Gelstifte sind ähnlich, feiner, billiger, aber auch empfindlicher. Aber bei beiden Materialien gilt: stelle zuerst sicher, dass Deine Unterlage trocken ist, bevor Du sie einsetzt. Sie verstopfen gerne und müssen dann weggeworfen werden. Als mögliche andere schwarze Stifte kannst Du wasserfeste Pigmentstifte nutzen, die nicht wasserlöslich sind. Das ist  wichtig beim Tagebuch schreiben. Aber vielleicht willst Du genau diesen verwischten Effekt, den Du leicht mit Kugelschreiber erreichen kannst.

Daneben liebe ich es, Farbstifte beim Art Journalen zu benutzen. Dabei kann ein richtiges Kunsttagebuch entstehen, und Dein Papier kann auch dünner sein. Manche Farbstifte enthalten Wachs, so dass ein nachträgliches Beschriften anschließend erschwert ist.

Filzstifte werden beim Art Journaling eher weniger benutzt, da sie gerne durch die Seite „bluten“ (sprich man sieht auf der anderen Seite einen Abdruck). Werden sie trotzdem gekauft, dann um diese als Schatten bei Bildern oder Collagen zu setzen oder um gestempelte Formen auszumalen. Auch hier solltest Du eher wasserunlösliche Stifte wählen.

Pinsel

Ich besitze bestimmt um die 100 Pinsel, aber das muss nicht unbedingt sein, insbesondere nicht wenn man anfängt. Ich empfehle Dir mit einem Set anzufangen mit unterschiedlichen Pinseldicken, ansonsten reichen meist drei unterschiedliche Pinsel: ein 3er, 10er und ein Borstenpinsel (für Deine Kollagen). Willst Du aquarellieren, so lohnt sich der Kauf eines 6er Spezialpinsel. Benutze diesen aber nicht mit Deinen Acrylfarben.

Farben

Vorab: über Farben könnte man Bücher füllen (und das wurde auch schon getan!). Ich empfehle mit dem anzufangen, was Du zuhause hast. Dann lohnt sich vielleicht ein kleines Set mit 12 Farben in Tuben. Ob Du eher Bastel- oder Künstlerfarben einsetzt, ist eine Frage Deines Budgets und Deiner Ziele. Es gibt tolle Bastelfarben, die ich dann gerne einsetze, wenn ich eher einen matten Effekt erreichen will. Deren Leuchtkraft ist aber weniger stark als die von Künstlerfarben. Theoretisch kann man mit 6 Farben (plus weiß und schwarz) alle möglichen Farben mischen. In der Praxis willst Du vielleicht eine unkomplizierte Option. Ich kaufe mir jetzt nur noch Einzelfarben, die mir sehr gut gefallen. Zudem gibt es Glitzer- und irisierende Farben, die tolle Effekte erzielen, die man selbst niemals mischen kann.

Bei Acrylfarben (Künstlerfarben) gibt es auch Tinten (Inks), die sehr flüssig sind, und toll sind, um einen transparenten Effekt zu erreichen. Eine Spezialform sind Sprays, die Farben in Flüssigform darstellt. Diese sind toll für Schablonenarbeiten, oder um flüssige Effekte zu erzielen. Hier muss Du jedoch darauf achten, ob es sich um Acrylfarben oder wasserlösliche Pigmente handelt. Zweiteres reagieren mit den nächsten Schichten, was nicht immer erwünscht ist!

Aquarellfarben werden im Art Journaling weniger eingesetzt, aber mit den richtigen Materialien (Papier und Pinsel) macht es richtig Spaß. Auch hier fange mit einem kleinen Set an und schaue, ob das Medium Dir entspricht: es lässt wenig Fehler zu und setzt mehr Planung des Endwerkes voraus, da jede Schicht, mit Waser reaktiviert wird.

Stempel

Bei Stempeln unterscheide ich gerne zwischen Hintergrund- und Motivstempeln. Hintergrundstempel helfen Dir, mehr Spannung im Hintergrund zu erzeugen. Es sind meist kleinteilige Formen drauf zu finden, die abstrakt oder figurativ sein können. Hier kann es schön sein, Anfangs ein paar Stücke zu besitzen. Motivstempeln sind sehr hilfreich, wenn Du klare Konturen magst, nicht gerne selbst zeichnest, oder noch unsicher bist. Allerdings sind diese meist der Schwerpunkt Deiner Seite, und wer will schon 10 Seiten hintereinander mit dem gleichen Schwerpunkt? Sprich, hier kommt man, wenn man die Vorteile eines Motivstempels nutzen will, schnell in Teufels Küche: ein Stück reicht niemals aus! Ich habe für mich entschieden, keine Motivstempel mehr zu kaufen und das hat mich gezwungen mehr zu zeichnen und zu malen.

Stempelkissen sind natürlich auch notwendig (insbesondere bei Motivstempeln). Fange auch hier mit einer Farbe (schwarz) an. Wichtig ist es hier, je nachdem was Du zum Kolorieren Deiner Motive benutzt, sicherzustellen, dass die Stempelfarbe durch Deine Stifte oder Farben nicht reaktiviert wird. Mit der Zeit kannst Du Dich auch ans Embossing (kleine Pigmente werden aufgewärmt und schmelzen) herantasten. Dabei ist ein spezieller Heizluftfön notwendig (normale Föne verbrennen leider in diesem Fall nur Deine Seite und blasen die leichten Pigmente weg).   

Schablonen

Bei den Schablonen ist es wie bei den Stempeln: auch dort hat man Muster- oder Motivschablonen. Und während ersteres für alle möglichen Hintergründe eingesetzt werden kann, sind Motivschablonen einschränkend: man braucht viele, wenn man diese vielfach einsetzen will.

Schablonen kann man mit normalem Pinsel und Acrylfarbe benutzen (aber trage dafür wenig Farbe auf), oder auch mit Make-Up-Schwämmchen. Auch wird Stempelfarbe mit Schwämmchen gerne eingesetzt. Oder man setzt Strukturpaste ein, um 3-D-Effekte zu erzielen.

Weiteres Zubehör

Die Liste der möglichen Materialien ist endlos. Hier werden nur die wichtigsten aufgeführt (und wo notwendig erläutert):

  • Bleistift, Radiergummi, Spitzer
  • Magazine, Zeitschriften, alte Bücher, Aufkleber, Fundstücke, …
  • Matt Medium für die Kollagen: Natürlich kann man einen Klebestift benutzen, aber die besten Effekte erreiche ich mit Matt Medium, so kann ich die Kollage zudem versiegeln und für die nächsten Schritte vorbereiten
  • Scheren
  • Kleber, Klebepunkte
  • Feuchttücher
  • Küchenrolle
  • Klammern, Vielzweckklammern
  • Fön (damit die Farben schneller trocken werden)
  • Gesso (das hilft Dir Farbe zu sparen, da die Seite nach dem Gesso weniger saugfähig ist). Einige schwören auf Gesso, ich benutze es nur auf jeder zweiten Seite.

Erstes Art Journaling BildKann ich das überhaupt?

Da ich überall auf diesen Seiten behaupte, dass Art Journaling einfach ist, wollte ich Dir meine erste Seite zeigen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich mir Gedanken über den Inhalt, den Aufbau, die Farben und so weiter, machte. Und natürlich war ich sehr unsicher und habe mir dafür sehr viel Zeit gelassen. Ich finde immer noch, dass das Resultat sich sehen lassen kann. Natürlich ist diese nicht perfekt. Natürlich würde ich heute einiges anders machen, aber sie gefällt mir immer noch. Und mit diesem Bild will ich Dich aufmuntern selbst mit dem Art Journaling anzufangen. 

Seit dem habe ich viele, unterschiedliche Seiten fertiggestellt, und nicht immer war ich mit dem Endresultat zufrieden. Aber irgendwann hat es klick gemacht:

  • ich bin die Einzige, die diese Seiten sehen muss UND 
  • die nächste Seite kann nur besser werden. 

Klar auch beim Art Journaling macht Übung den Meister. Ich habe deshalb für Dich einen 3-stufigen Prozess entwickelt:

  1. Teilnehmen an der #MeinErstesArtJournal Challenge (2x im Jahr – Bist Du interessiert? Melde Dich unten an)
  2. den Kurs „Spaß am Art Journaling“ besuchen
  3. Weiterführende Kurse (zum Thema Gesichter, Lettering, etc.) unterstützen Dich zu unterschiedlichen Schwerpunkte

Einfach anfangen. Das ist hier die Devise (ja, dazu gab es schon ein Blog!). Mit Kursen, Video Tutorials oder einfach nur durch ausprobieren wirst Du die vielen Möglichkeiten des Art Journalings besser kennen- und lieben lernen. Den Spaß macht das Art Journaling auf jeden Fall! 

Wie soll ich mit dem Art Journaling anfangen?

Du brauchst kein Profi zu sein, um anzufangen, 
aber Du musst anfangen, um großartig zu werden (Zig Ziglar).

Du bist kreativ. Du hast Ideen, Phantasie. Du bist originell, einfallsreich, schöpferisch. Dann ist Art Journaling das richtige für Dich. Aber zu häufig stehen wir uns selbst im Weg. Und wir haben Angst zu versagen. Aber wie sagte Michael Jordan: ich musste immer wieder scheitern, um so gut zu werden. Frei nach diesem Motto: im Art Journaling kreierst Du viele verschiedene Seiten. Viele werden toll werden, einige weniger, und in beiden Fällen, wirst Du etwas gelernt haben. Du wirst Deine Materialien besser beherrschen lernen, Du wirst erkennen, welche Farbkombinationen Dir gefallen, Du wirst in Deinen Darstellungen und Deinem Lettering immer sicherer werden, Du wirst besser werden. 

Anbei findest Du meine 5-Schritte zu einer tollen Art Journaling Seite:

1. Entspanne Dich!

Entspannung auf Knopfdruck? Wie soll das funktionieren? Hier geht es darum, ein Umfeld zu kreieren, das Dich ruhiger macht. Ich liebe es, Musik zu hören. Ich schließe meine Tür und nehme ein Art Journal zu Hand. Kerzen, Duftlampen, etc. benutze alles, was Dir hilft, Dich los zu lassen.

Hier haben viele das erste Problem: die schöne Seite oder das reine Notizbuch zu verschmutzen. Und sie haben auch den inneren Anspruch, ein perfektes Werk zu kreieren. Wenn das Dein Problem ist: nehme alte, bereits verschmutzte Seiten, Junk Journals, oder eine alte Postkarte. Mache Dich vorerst frei von allem, was Dich einschränkt.

Wenn Du aber noch immer noch nicht locker bist, mache "Fingerübungen":

  • auf einem alten Blattpapier kannst Du ganz schnell, ohne absetzen schreiben
  • oder mache unterschiedliche Farbflecken auf dem Papier
  • Spritze Deine Seite voll, etc.

Mache Dich einfach frei von Stress, Erwartungen und mentale Blockaden. So kann es dann, an die kreative Arbeit gehen.

2. Stelle einen Hintergrund her

Der Hintergrund kann der erste Schritt sein, der Dir erste Ideen für Deine Seite geben wird. Dazu gibt es sehr unterschiedliche Methoden. Ich versuche Dir hier erste Ideen zu liefern. Ich empfehle Dir allerdings bei meinen Schritt für Schritt-Anleitungen nachzusehen. Du wirst dort konkrete Anleitungen und Ideen finden. 

  • Bemale den Hintergrund mit unterschiedlichen Farben
  • Beklebe die Seite mit Seidenpapier, Zeitschriftenausschnitte, alte Bücherseiten
  • Schreibe alles mit einer Fühlfeder auf, was Dir einfällt oder führe Tagebuch

Natürlich kannst Du alle Methoden gleichzeitig benutzen, beziehungsweise neue Ideen selbst kreieren. Junkjournalseiten oder Bücherseiten haben den Vorteil, dass sie einen Teil des Hintergrunds bereits vorgeben. Diese kannst Du natürlich weiter verschönern!

3. Identifiziere einen Fokuspunkt

Ein Fokuspunkt gibt dem Auge einen ersten Anhaltspunkt, wo es hingehen wird. Plötzlich wird die Seite weniger abstrakt und bekommt eine Aussage. Während der Hintergrund eher Free Flow ist, wird es mit dem Fokuspunkt konkreter. Wie findest Du einen Fokuspunkt? z.B. so:

  • Du hattest von Anfang an, eine klare Vorstellung, was Du auf dieser Seite geben wolltest
  • Im Hintergrund siehst Du etwas, das Du stärker herausarbeiten willst
  • Du hast in einer Zeitschrift interessante Motive gefunden, die Du in Deiner Seite einarbeiten möchtest
  • In Deinem Leben gibt es etwas, was Du gerade aufs Papier bringen möchtest
  • Du folgst einer Prompt (=kreatives Stichwort)

4. Schreibe oder Journale

Art Journaling kommt bekanntermaßen aus dem Wort "Tagebuch Schreiben". Texte geben Deiner Seite etwas persönliches und machen die Aussagen klarer und transparent. Diese können aus einzelnen Wörter bestehen oder ein ausführliches Tagesbericht umfassen. Du bestimmst, wie viel Text auf Deiner Seiten kommen, und welche Inhalte Du zeigen möchtest. Diese können durch den Fokuspunkt bestimmt sein, oder auch der Fokuspunkt Deiner Seite werden.

Beim Text kannst Du auf Hand-Lettering, Brush-Lettering, etc. zurückgreifen. Ob gemalt, gedruckt oder geklebt, es gibt beim Art Journaling eine große Fülle an Möglichkeiten. Und Du musst, um schöne Seiten zu gestalten, nicht unbedingt lange Schreibübungen durchführen.

5. Schließe mit einer Abschlussdekoration ab

Jetzt kommt mein Lieblingsteil: einfach mit Markierungen, Stiften, Stempel, die Seite abschließen. Fehlt Farbe, ist der Hintergrund zu langweilig geraten, muss der Rand besser abgeschlossen werden? Du machst die Seite "perfekt". Du bestimmst, ob die Art Journaling-Seite noch weiter dekoriert werden muss. Doodeln, kritzeln, stempeln, mach einfach das, was Dir noch fehlt. Ich persönlich kann damit Stunden verbringen. Wie sieht es bei Dir aus?

In diesem Sinne: nehme Dir einer meiner Schritt für Schritt Anleitungen zu Hand, und versuche Dich vom gezeigten inspirieren zu lassen, entweder indem Du das Bild nachmalst, oder einige Methoden einsetzt.  P.S. ich habe einen gratis Leitfaden zum Thema "Art Journaling" erstellt. Hier findest Du mehr Infos dazu.

Der Art Journaling Club 

Das Thema Art Journaling erlebt in den USA schon lange einen Boom, und es gibt eine Vielzahl an Webseiten und Austauschgruppen. Nur im deutschsprachigen Raum gab es nichts Vergleichbares. Daher habe ich mit Gleichgesinnten den Art Journaling Club ins Leben gerufen. Wir tauschen uns in einer geschlossenen Facebook-Gruppe aus, die sehr aktiv ist. Gerne sehen wir Deine Arbeiten auf unserer Art Journaling Facebook Gruppe.  Ob Groß oder Klein im Format, wichtig ist, das es auf Papierbasis und einmalig ist!

Was machen wir in der Facebook-Gruppe?

  • Teilen der Bilder unserer Art Journaling Seiten
  • Diskutieren über unser gemeinsames Hobby
  • Tauschen von kleinen Kunstwerken, ……
  • Gemeinsame Bearbeitung von Themen: Diese Themen haben wir bisher schon bearbeitet: Gesichter, Blumen, Elfe, Märchen, etc.
  • Auch haben wir uns schon mehrfach in unterschiedlichen Städten in Deutschland persönlich getroffen, was viel Freude bereitet. Du kennst Dich nur über Facebook und plötzlich steht Deine Art Journaling Freundin live vor Dir.

Hast Du Lust mitzumachen? Hier geht es zu unserer Facebook-Gruppe.

Der Art Journaling Kurs für Anfänger

Dich hat die Lust gepackt Art Journaling zu probieren? Du bist aber noch nicht sicher, wie Du starten kannst? Dann empfehle ich Dir meinen Art Journaling Kurs für Anfänger. Der Online-Kurs vermittelt anschaulich die ersten Schritte und ist kostengünstig zu haben. Er läuft schon einige Jahre in englischer Sprache auf der Plattform Udemy und hat die beste Bewertung alle Art Journaling Kurse bekommen (4,6 Sterne von 5 möglichen). Klick auf den Banner!

Art Journaling KursIch hoffe, dass auch Dich nun das Art Journaling Fieber gepackt hat!

Deine Karli

Lust auf regelmäßige kreative Inspiration?

Du möchtest Art-Journaling Challenges, Schritt-für-Schritt-Anleitungen,  Kurs-Tipps und inspirierend Kreatives direkt in Dein Postfach? Dann hole Dir Doch gleich unseren kostenlosen kreativen Updates!