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Art Journaling – Erlaubt ist was gefällt!

Ich liebe Art Journaling! Und mit diesem Blog möchte ich Dich mit meiner Begeisterung anstecken. Mir verschafft es viele schöne Stunden beim Entspannen und kreativ sein. Nichts muss, alles kann . Und ist das Ergebnis mal nicht so dolle, wird es gleich in ein neues Art Journal eingearbeitet oder übermalt. 

Art Journaling macht Spaß, und das mit gutem Grund: mit wenigen Hilfsmitteln und Deiner Fantasie kannst Du schnell kleine Kunstgegenstände kreieren. Blöcke, Notizbücher, alte oder selbstgemachte Bücher werden mit Kollagen, Zeichnungen, Kritzeleien verschönert, aus Freude an der Kunst und am Ausdruck oder auch einfach, um mit Wort und Farbe den Alltag zu dokumentieren. Schau Dir einfach mal mein Travelzine für Anie Baum an.

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Was ist Art Journaling?

Im Grunde versteht man unter Art Journaling das Erstellen eines Kunstwerks mit unterschiedlichen Materialien in einem Heft oder Buch. Dabei wird Bild mit Schrift gemischt. Es geht darum Gefühle, einen Spruch oder Deinen Alltag einzufangen. Zumeist werden all diese unterschiedlichen Elemente in Buchform, sogenannten Art Journals, eingefangen. Auf Deutsch übersetzt wäre das ein künstlerisches Buch oder Kunsttagebuch. Dafür können Notizbücher, alte Bücher oder selbstgemachte Heftchen benutzt werden.

Art Journaling kennt keine Regeln: es ist erlaubt, was gefällt. Wo Wörter fehlen, kann die Kunst die Gefühle zum Ausdruck bringen, die in einem schlummern. Du kannst all die Farben, Texte, Schnitzel, Erinnerungsstücke einsetzen, die Du zu Hause hast und Dir Freude bereiten. Kreativ Tagebücher können sich ohne größere Hilfsmitteln zu wahren Kunstwerken entwickeln.

Wann und wie setzt man Art Journaling ein?

– Als kreatives Tagebuch nutzen- einfach so – interagieren mit vielen Materialien (am liebsten mit mehreren Art Journals gleichzeitig)- im Urlaub, als Urlaubstagebuch oder Reise-Tagebuch- unterwegs, wenn du mal ein paar Minuten Zeit hast (Buch aufklappen, skizzieren, einfärben und fertig)- Abends vor dem Fernseher, können Deine Seiten mit entspannenden Doodles (Kritzeleien) weiterentwickelt werden- wenn Du kein spontanes Thema hast, kannst Du gerne Prompts (Themen oder Aufforderungen) nehmen. In unserem Facebook Art Journaling Club haben wir zum Beispiel monatliche Themen, die Du zur Inspiration nehmen kannst- Junk oder Mini-Art Journals, selbstgemachte Journals, die nach und nach verschönert werden

Art Journaling mit kreatives leben

Materialien & Ausrüstung für das Art Journaling

[Dieser Teil wird sukzessive ausgebaut – es wird ein laaaaanger Blogpost]

Der Arbeitsplatz

Anfangs ist es nur 1m2, aber bald kann sich Dein Arbeitsplatz wie eine Krake über den ganzen Tisch und mehr ausbreiten. Du solltest Deinen Arbeitsplatz entweder mit Zeitungspapier oder mit Plastik schützen. Es gibt auch entsprechende Craft Matts (eine Folie, die wasserabweisend ist und beim Malen eingesetzt wird), aber diese würde ich mir am Anfang nicht zulegen, da sie relativ teuer sind. Ein Glas mit Wasser gefüllt und dann kann es schon los gehen.

Papier oder das Journal

Papier und Dein Art Journal sind für mich die wichtigste Investition. Alle anderen Materialien kannst Du nach und nach kaufen. Du kannst entweder ein Skizzenheft oder Notizbuch nehmen oder Du stellst Dein Journal selbst zusammen. Wichtig dabei ist die Grammatur, sprich das Papier sollte fester als Kopierpapier sein, um alle Nassmedien und Klebstoffe aufnehmen zu können. Als Richtwert würde ich alles ab 180g/m2 empfehlen. Um sicherzugehen, solltest Du Mixed-Media-Papier wählen. Natürlich kannst Du auch ein Skizzenbuch mit wenig Grammatur nehmen, allerdings muss Du dann damit rechnen, dass das Papier sich wellt, beziehungsweise Deine Acryl- oder Wasserfarben schlecht aufnimmt.

Art Journaling Ideen

Beim Blattformat gibt es viele sehr unterschiedliche Optionen. Du kannst Zentangle-große Kärtchen oder A0-Seiten zu einem Journal zusammenbinden. Weit verbreitet sind A5 oder A4-grosse Journals. Für welche Größe, Du Dich entscheidest ist Dir freigestellt. Magst Du es detailliert zu malen? Dann wähle eher ein kleineres Model. Bevorzugst Du Farbe großzügig aufzutragen, dann gehe eher in Richtung A3. Anfängern empfehle ich ein kleines A5-Büchlein. Dieses sollte lieber weniger Seiten besitzen, damit Du bald ein Erfolgsgefühl hast, Dein Journal voll zu haben!

Ein Art Journal Buch oder Heft kann mit einem Faden leicht zusammengebunden oder genäht werden. Ansonsten hast Du die Wahl zwischen Spiralbindung, Heftklammerung und einer Fadenbindung. Jede Form hat seine Vorteile:

  • Spiralbindung: die Seite liegen auf beiden Seiten flach auf, eine einzelne Seite kann leicht entfernt werden, allerdings werden Doppelseiten von der Spirale geteilt.
  • Heftklammerung: meist kleinere Journals, Doppelseiten können leicht entfernt und wieder hinzugefügt werden. Wird meist bei günstigeren Heften genutzt.
  • Fadenbindung: Doppelseiten werden als Einheit wahrgenommen. Wertigere Bindung.

Natürlich ist auch das Upcycling alter Bücher oder Magazine möglich. Dabei solltest Du auf die Bindung und die Papierqualität achten: das Papier sollte eine gewisse Saugfähigkeit haben, aber nicht zu fein sein. Als Vorbereitung (insbesondere bei dünnen und fragilen Seiten) klebe ich immer zwei Seiten zusammen und entferne ca. 1/5 der Seiten: Du wirst die Seiten mit Farbe und Kollage verschönern: diese Strukturen werden Dein Buch vergrößern. Mit dem Entfernen der Seiten beugst Du dem vor. Die Seiten kannst Du auch mit Gesso einstreichen, damit diese die Farben besser aufnehmen.

Stifte 

Ich warne Euch schon vor: hier kommen die Materialien, die süchtig machen: Ob wir von Farben, Stiften, Stempeln oder Schablonen sprechen, man hat nie genug davon. Aber zu Eurem „Schutz“ werde ich Euch nicht die ganze Palette aufzeigen (das kommt in anderen Blogs….), sondern nur einen potenziellen Grundstock.

Bei Stifte braucht Ihr eigentlich grundsätzlich nur zwei Stifte: einen schwarzen Acrylstift (idealerweise als Fineliner) und einen weißen Gelstift. Acrylmalstifte gibt es in matt und Glitzerfarben. Sie sind ideal, um überall drauf zu schreiben oder malen. Es handelt sich um Stifte mit Acrylfarbe. Eine tolle Erfindung. Gelstifte sind ähnlich, feiner, billiger, aber auch empfindlicher. Aber bei beiden Materialien gilt: stelle zuerst sicher, dass Deine Unterlage trocken ist, bevor Du sie einsetzt. Sie verstopfen gerne und müssen dann weggeworfen werden. Als mögliche andere schwarze Stifte kannst Du wasserfeste Pigmentstifte nutzen, die nicht wasserlöslich sind. Das ist  wichtig beim Tagebuch schreiben. Aber vielleicht willst Du genau diesen verwischten Effekt, den Du leicht mit Kugelschreiber erreichen kannst.

Daneben liebe ich es, Farbstifte beim Art Journalen zu benutzen. Dabei kann ein richtiges Kunsttagebuch entstehen, und Dein Papier kann auch leichter sein. Manche Farbstifte enthalten Wachs, so dass ein nachträgliches Beschriften schwer ist.

Filzstifte werden beim Art Journaling eher weniger benutzt, da sie gerne durch die Seite „bluten“ (sprich man sieht auf der anderen Seite einen Abdruck). Werden sie trotzdem gekauft, dann um diese als Schatten bei Bildern oder Kollagen zu setzen oder um gestempelte Formen auszumalen. Auch hier solltest Du eher wasserunlösliche Stifte wählen.

Pinsel

Ich besitze bestimmt um die 100 Pinsel, aber das muss nicht unbedingt sein, insbesondere nicht wenn man anfängt. Ich empfehle Dir mir einem Set anzufangen mit unterschiedlichen Pinseldicken, ansonsten reichen meist drei unterschiedliche Pinsel: ein 3er, 10er und ein Borstenpinsel (für Deine Kollagen). Willst Du aquarellieren, so lohnt sich der Kauf eines 6er Spezialpinsel. Benutze diesen aber nicht mit Deinen Acrylfarben.

Farben

Vorab: über Farben könnte man Bücher füllen (und das wurde auch schon getan!). Ich empfehle mit dem anzufangen, was Du zuhause hast. Dann lohnt sich vielleicht ein kleines Set mit 12 Farben in Tuben. Ob Du eher Bastel- oder Künstlerfarben einsetzt, ist eine Frage Deines Budgets und Deiner Ziele. Es gibt tolle Bastelfarben, die ich dann gerne einsetze, wenn ich eher einen matten Effekt erreichen will. Deren Leuchtkraft ist aber weniger stark als die von Künstlerfarben. Theoretisch kann man mit 6 Farben (plus weiß und schwarz) alle möglichen Farben mischen. In der Praxis willst Du vielleicht eine unkomplizierte Option. Ich kaufe mir jetzt nur noch Einzelfarben, die mir sehr gut gefallen. Zudem gibt es Glitzer- und irisierende Farben, die tolle Effekte erzielen, die man selbst niemals mischen kann.

Bei Acrylfarben (Künstlerfarben) gibt es auch Tinten (Inks), die sehr flüssig sind, und toll sind, um einen transparenten Effekt zu erreichen. Eine Spezialform sind Sprays, die Farben in Flüssigform darstellt. Diese sind toll für Schablonenarbeiten, oder um flüssige Effekte zu erzielen. Hier muss Du jedoch darauf achten, ob es sich um Acrylfarben oder wasserlösliche Pigmente handelt. Zweiteres reagieren mit den nächsten Schichten, was nicht immer erwünscht ist!

Aquarellfarben werden im Art Journaling weniger eingesetzt, aber mit den richtigen Materialien (Papier und Pinsel) macht es richtig Spaß. Auch hier fange mit einem kleinen Set an und schaue, ob das Medium Dir entspricht: es lässt wenig Fehler zu und setzt mehr Planung des Endwerkes voraus, da jede Schicht, mit Waser reaktiviert wird.

Stempel

Bei Stempeln unterscheide ich gerne zwischen Hintergrund- und Motivstempeln. Hintergrundstempel helfen Dir, mehr Spannung im Hintergrund zu erzeugen. Es sind meist kleinteilige Formen drauf zu finden, die abstrakt oder figurativ sein können. Hier kann es schön sein, Anfangs ein paar Stücke zu besitzen. Motivstempeln sind sehr hilfreich, wenn Du klare Konturen magst, nicht gerne selbst zeichnest, oder noch unsicher bist. Allerdings sind diese meist der Schwerpunkt Deiner Seite, und wer will schon 10 Seiten hintereinander mit dem gleichen Schwerpunkt? Sprich, hier kommt man, wenn man die Vorteile eines Motivstempels nutzen will, schnell in Teufels Küche: ein Stück reicht niemals aus! Ich habe für mich entschieden, keine Motivstempel mehr zu kaufen und das hat mich gezwungen mehr zu zeichnen und zu malen.

Stempelkissen sind natürlich auch notwendig (insbesondere bei Motivstempeln). Fange auch hier mit einer Farbe (schwarz) an. Wichtig ist es hier, je nachdem was Du zum Kolorieren Deiner Motive benutzt, sicherzustellen, dass die Stempelfarbe durch Deine Stifte oder Farben nicht reaktiviert wird. Mit der Zeit kannst Du Dich auch ans Embossing (kleine Pigmente werden aufgewärmt und schmelzen) herantasten. Dabei ist ein spezieller Heizluftfön notwendig (normale Föne verbrennen leider in diesem Fall nur Deine Seite und blasen die leichten Pigmente weg).   

Schablonen

Bei den Schablonen ist es wie bei den Stempeln: auch dort hat man Muster- oder Motivschablonen. Und während ersteres für alle möglichen Hintergründe eingesetzt werden kann, sind Motivschablonen einschränkend: man braucht viele, wenn man diese vielfach einsetzen will.

Schablonen kann man mit normalem Pinsel und Acrylfarbe benutzen (aber trage dafür wenig Farbe auf), oder auch mit Make-Up-Schwämmchen. Auch wird Stempelfarbe mit Schwämmchen gerne eingesetzt. Oder man setzt Strukturpaste ein, um 3-D-Effekte zu erzielen.

Weiteres Zubehör

Die Liste der möglichen Materialien ist endlos. Hier werden nur die wichtigsten aufgeführt (und wo notwendig erläutert):

  • Bleistift, Radiergummi, Spitzer
  • Magazine, Zeitschriften, alte Bücher, Aufkleber, Fundstücke, …
  • Matt Medium für die Kollagen: Natürlich kann man einen Klebestift benutzen, aber die besten Effekte erreiche ich mit Matt Medium, so kann ich die Kollage zudem versiegeln und für die nächsten Schritte vorbereiten
  • Scheren
  • Kleber, Klebepunkte
  • Feuchttücher
  • Küchenrolle
  • Klammern, Vielzweckklammern
  • Fön (damit die Farben schneller trocken werden)
  • Gesso (das hilft Dir Farbe zu sparen, da die Seite nach dem Gesso weniger saugfähig ist). Einige schwören auf Gesso, ich benutze es nur auf jeder zweiten Seite.

Der Art Journaling Club 

Das Thema Art Journaling erlebt in den USA schon lange einen Boom, und es gibt eine Vielzahl an Webseiten und Austauschgruppen. Nur im deutschsprachigen Raum gab es nichts Vergleichbares. Daher habe ich mit Gleichgesinnten den Art Journaling Club ins Leben gerufen. Wir tauschen uns in einer geschlossenen Facebook-Gruppe aus, die sehr aktiv ist. Gerne sehen wir Deine Arbeiten auf unserer Art Journaling Facebook Gruppe.  Ob Groß oder Klein im Format, wichtig ist, das es auf Papierbasis und einmalig ist!

Was machen wir in der Facebook-Gruppe?

  • Teilen der Bilder unserer Art Journaling Seiten
  • Diskutieren über unser gemeinsames Hobby
  • Tauschen von kleinen Kunstwerken, ……
  • Gemeinsame Bearbeitung von Themen: Diese Themen haben wir bisher schon bearbeitet: Gesichter, Blumen, Elfe, Märchen, etc.
  • Auch haben wir uns schon mehrfach in unterschiedlichen Städten in Deutschland persönlich getroffen, was viel Freude bereitet. Du kennst Dich nur über Facebook und plötzlich steht Deine Art Journaling Freundin live vor Dir.

Hast Du Lust mitzumachen? Hier geht es zu unserer Facebook-Gruppe.

Der Art Journaling Kurs für Anfänger

Dich hat die Lust gepackt Art Journaling zu probieren? Du bist aber noch nicht sicher, wie Du starten kannst? Dann empfehle ich Dir meinen Art Journaling Kurs für Anfänger. Der Online-Kurs vermittelt anschaulich die ersten Schritte und ist kostengünstig zu haben. Er läuft schon einige Jahre in englischer Sprache auf der Plattform Udemy und hat die beste Bewertung alle Art Journaling Kurse bekommen (4,6 Sterne von 5 möglichen). Klick auf den Banner!

Art Journaling KursIch hoffe, dass auch Dich nun das Art Journaling Fieber gepackt hat!

Deine Karli

 

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