Mixed Media – Das Wichtigste in Kürze

Was ist Mixed Media?

Das Wort Mixed Media setzt sich aus Mixed (gemischt) und Media (Medium oder Material). Es ist nicht mit dem Begriff Multimedia zu verwechseln und bezeichnet Kunstwerke aus der bildende Kunst. Gerne benutzt man deshalb den Begriff Mixed Media Art (Mixed-Media-Kunst). Dabei wird ein Werk mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Materialen und Stilen erstellt. Meist werden Collage und Acrylfarben miteinander gemischt, aber der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Z.B. Stoff, Karton, Holz, Acrylfarben, Metall, Glas mit Filzstiften, alles ist erlaubt, was geht. Du benutzt unterschiedliche Produkte und kannst diese in Form von kleinen oder größeren Kunstwerken oder auch  erstellen. Die meisten Werke kann man im Bereich der abstrakten Malerei einordnen, aber nichts soll Dich davon abhalten, Gegenstände oder Pflanzen dabei zu zeichnen, zu malen und sogar in Dein Werk einzuarbeiten.

Es unterscheidet sich von Collage dadurch, dass die Collage immer noch ergänzt wird (mit eigener Malerei, Skizzen, Mark-Making, etc.). Oder die Collage kann z.B. mit Stempel oder Schablone verfremdet werden.

Mixed Media Beispiel - Wachsbild mit Collage

Stoff, Papier, Metall und Wachs - auch das geht bei Mixed-Media!

Mixed Media Technik - Die Vielfalt an Ideen

Es gibt per se nicht eine Technik. Es gibt eine Vielfalt an unterschiedlichen Richtungen. Hier findest Du einen Auszug:

1. Collagen

Sehr beliebt sind Collagen. Bei der Collagentechnik werden Papiere unterschiedlicher Qualitäten eingesetzt. Von der gebrauchten Küchenrolle bis zur Banknote (man nutzt dazu meist abgelaufene Banknoten…) ist alles möglich, was gefällt. Im Hintergrund eingesetzt, tragen Papierschnipsel zur Spannung des Hintergrundes bei. Dabei entstehen unterschiedliche Muster, die entweder weiterentwickelt werden oder einfach nur zur Dekoration dienen. Als Schwerpunkt kann mit Bildern aus Bücher und Magazinen figürlich gearbeitet werden, oder aus unterschiedlichen Motiven neue Figuren zusammengestellt werden: Je verrückter, je besser!

2. Materialbasiert

Aus dem Cardmaking (Kartenherstellung) sind die Materialien-basierten Bilder entstanden. Mit Hilfe von Schablonen, Stempeln, Die-Cuts (ausgeschnittene Papierteile), teilweise auch Alcohol Inks, sowie Acrylfarben entstehen Mixed-Media Werke, die akkurater und leichter nachahmbar sind. Dies sind ideale Werke als Einstieg, wenn auch der Startpreis für diese Technik durch die vielen Materialien (die man natürlich nicht alle kaufen muss, aber gerne kaufen will :-)), höher ist, als bei anderen Techniken. Aber man kann ja anfangs auch klein beginnen.

Mixed Media Beispiel - Adventskalender in 3-D

Holzbuchstaben ergeben einen tollen 3D-Effekt!

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3. Acryl Farben

Der klassischen Malerei mehr zugewandt sind natürlich alle mit Acrylfarben und anderen ähnlichen Produkten erstellten Kunstwerken. Zur Mixed-Media-Kunst wird es, wenn neben den Acrylfarben andere Materialien eingesetzt werden. Also zuerst Wasserfarbe und anschließend Farbstifte, oder Acryl gemeinsam mit Ölkreide, usw. Die Idee hier ist es, mit den vorhandenen Produkten zu spielen und diese nach besten Gefallen zu mischen.
Natürlich können alle diese Techniken in einem Bild (oder in einem 3-D-Werk) kombiniert werden. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

4. 3D-Materialien

Spannend wird das Ganze, wenn Perlen, Stoffe, Metall in das Werk eingearbeitet werden. Ich liebe es zum Beispiel, etwas einzunähen und Perlen und kleine Fundstücke einzuarbeiten. Ob kleine Steinchen, Federn, Fotos, alles kann benutzt werden. Je dicker, je spannender, je besser Dein Werk. Auch kann gefaltetes Papier zum Einsatz kommen, um das Werk noch drei-dimensionaler zu machen. Das Ganze wird schnell haptisch, mit ganzen vielen Lagen und Überraschungen. Ich liebe Stoff Art Journals und Kunstwerke.

Mixed Media Beispiel - Blume in Acrylfarbe

Eine Blume wurde in die metallic Acrylfarbe getaucht und wird so für die Ewigkeit konserviert

Welchen Hintergrund für die Mixed-Media-Technik?

Klassischerweise werden die meisten Bilder auf Leinwand erstellt, aber da meist mit Acrylfarbe gearbeitet wird, kannst Du gerne auch andere Materialien benutzen. Sehr beliebt sind Holz und MFD-Platten (Achtung diese verziehen sich gerne!), die nachdem diese grundiert wurden, schnell bearbeitet, bemalt, gebohrt, u.v.m. werden können. Oder es können auch Steine, Metallplatten benutzt werden. Diese günstigere Optionen machen einen wichtigen Reiz dieses Hobbies aus. 

Was ist der Unterschied mit Scrap Booking?

Im klassischen Scrapbooking werden unterschiedliche Papiere, Die-Cut-Elemente und Fotos miteinander kombiniert, um wichtige Momente im Leben zu dokumentieren. Die Seiten werden in Notizbüchern oder Ordnern zusammengefasst, und man benutzt im Regelfall keine Malmedien. Aber die Grenzen sind nicht mehr so scharf. Unterschiedliche Künstler benutzen auf ihren Scrapseiten Farben, Aquarellfarben, Collagen, etc. so dass manch eine Scrapbooking-Seite zur Mixed-Media-Kunst wird.

Mixed-Media und Art Journaling

Aus meinen Erläuterungen wirst Du viele Ähnlichkeiten zwischen beiden Stilrichtungen entdeckt haben: die Vielfalt an Materialien, die uneingeschränkte Kreativität. Beiden ist gemeinsam, dass alles erlaubt ist, was gefällt. Es gibt allerdings ein paar kleine Unterschiede: Art Journaling wird in Büchern und auf Papier gemacht, während Mixed-Media-Kunstwerke dreidimensional sein können, oder auf Spannrahmen erstellt werden können. Umgekehrt sind im strengsten Sinn des Wortes (aber wer achtet schon auf solche Details :-)), nur solche Mixed-Media-Seiten Art-Journaling-Seiten, die neben dem erzeugten Bild auch Text beinhalten. Skizzenbücher im Tagebuchformat sind eine Vorform der aktuellen Art Journals, die bewusst mit der Vielfalt der Materialien spielen. In den Sommerkursen mischen wir Mixed-Media, Scrapbooking und Art Journaling wild durcheinander!

Welche Materialien brauchst Du?

In einem Artikel zum Thema Art Journaling habe ich bereits umfangreich, über Materialien berichtet. Was Mixed-Media angeht, ist die Vielfalt umso größer, da man hier nicht mehr am Medium Papier gebunden ist und auch gerne dreidimensional arbeiten kann. Hier musst Du Dich also nicht auf Papier beschränken, sondern kannst von kleinen Skulpturen bis zu richtigen Möbeln alles zu Kunstwerken bearbeiten.
Zusammengefasst, kann ich nur sagen, wichtiger als Definitionen und Regeln, ist was Du künstlerisch umsetzen möchtest. Welche Materialien gefallen Dir? Willst Du etwas eher ausstellen, oder magst Du das Medium Papier und Bücher? Spiele, probiere Dich aus. Finde, was Du magst und entwickle es weiter. Lerne Deine Produkte kennen und schau was Dir gefällt! Mische Medien, Materialien und Produkte, und mache die Welt, wie Sie Dir gefällt!

Mixed-Media lernen - kann man das?

Diese Frage kann ich klar mit einem großen Ja beantworten! Aus Youtube Videos, Schritt-bei-Schritt-Anleitungen und Kursen kannst Du die unterschiedlichen Materialien besser kennen lernen.

Es gibt auch tolle Bücher zum Thema, die Dir vielleicht den Start leichter machen (beide leider nur auf Englisch): 

Los geht's

Du bist Dir noch unsicher, ob es ein Hobby für Dich ist?  Du kannst relativ einfach beginnen. Wenn Du noch unsicher bist, benutze dafür einfach ein Stück Papier. Je sicherer Du wirst, je mutiger kannst Du in der Wahl der Unterlage werden: Holz, Leinwand, Glas, Steine, Du entscheidest, wie Du Deine Werke nach außen trägst! Wenn Du nach Ideen suchst: in meinem Blog "was kann ich malen", gebe ich Dir erste Ideen.