Wie mache ich eine Art Journaling Seite?

"Ich kann das nicht!". Du bewunderst die vielen Seiten auf Instagram, YouTube oder Facebook und denkst dabei: So was werde ich nie können? Die weiße Seite kann auch sehr einschüchternd sein. Und der Wunsch nach Perfektion unterbricht jeden kreativen Impuls.

Zum Glück gibt es zu Deiner Art Journaling Seite ein einfaches Rezept (basierend auf meinem Kurs "Spaß am Art Journaling"):

  1. 1
    Entspanne Dich!
  2. 2
    Stelle einen Hintergrund her
  3. 3
    Identifiziere einen Fokuspunkt
  4. 4
     Schreibe oder  Journale
  5. 5
    Schließe mit einer Abschlussdekoration ab

1. Entspanne Dich!

Entspannung auf Knopfdruck? Wie soll das funktionieren? Hier geht es darum, ein Umfeld zu kreieren, das Dich ruhiger macht. Ich liebe es, Musik zu hören. Ich schließe meine Tür und nehme ein Art Journal zu Hand. Kerzen, Duftlampen, etc. benutze alles, was Dir hilft, Dich los zu lassen.

Hier haben viele das erste Problem: die schöne Seite oder das reine Notizbuch zu verschmutzen. Und sie haben auch den inneren Anspruch, ein perfektes Werk zu kreieren. Wenn das Dein Problem ist: nehme alte, bereits verschmutzte Seiten, Junk Journals, oder eine alte Postkarte. Mache Dich vorerst frei von allem, was Dich einschränkt.

Wenn Du aber noch immer noch nicht locker bist, mache "Fingerübungen":

  • auf einem alten Blattpapier kannst Du ganz schnell, ohne absetzen schreiben
  • oder mache unterschiedliche Farbflecken auf dem Papier
  • Spritze Deine Seite voll, etc.

Mache Dich einfach frei von Stress, Erwartungen und mentale Blockaden. So kann es dann, an die kreative Arbeit gehen.

2. Stelle einen Hintergrund her

Der Hintergrund kann der erste Schritt sein, der Dir erste Ideen für Deine Seite geben wird. Dazu gibt es sehr unterschiedliche Methoden. Ich versuche Dir hier erste Ideen zu liefern. Ich empfehle Dir allerdings bei meinen Schritt für Schritt-Anleitungen nachzusehen. Du wirst dort konkrete Anleitungen und Ideen finden. 

  • Bemale den Hintergrund mit unterschiedlichen Farben
  • Beklebe die Seite mit Seidenpapier, Zeitschriftenausschnitte, alte Bücherseiten
  • Schreibe alles mit einer Fühlfeder auf, was Dir einfällt oder führe Tagebuch

Natürlich kannst Du alle Methoden gleichzeitig benutzen, beziehungsweise neue Ideen selbst kreieren. Junkjournalseiten oder Bücherseiten haben den Vorteil, dass sie einen Teil des Hintergrunds bereits vorgeben. Diese kannst Du natürlich weiter verschönern!

3. Identifiziere einen Fokuspunkt

Ein Fokuspunkt gibt dem Auge einen ersten Anhaltspunkt, wo es hingehen wird. Plötzlich wird die Seite weniger abstrakt und bekommt eine Aussage. Während der Hintergrund eher Free Flow ist, wird es mit dem Fokuspunkt konkreter. Wie findest Du einen Fokuspunkt? z.B. so:

  • Du hattest von Anfang an, eine klare Vorstellung, was Du auf dieser Seite geben wolltest
  • Im Hintergrund siehst Du etwas, das Du stärker herausarbeiten willst
  • Du hast in einer Zeitschrift interessante Motive gefunden, die Du in Deiner Seite einarbeiten möchtest
  • In Deinem Leben gibt es etwas, was Du gerade aufs Papier bringen möchtest
  • Du folgst einer Prompt (=kreatives Stichwort)

4. Schreibe oder Journale

Art Journaling kommt bekanntermaßen aus dem Wort "Tagebuch Schreiben". Texte geben Deiner Seite etwas persönliches und machen die Aussagen klarer und transparent. Diese können aus einzelnen Wörter bestehen oder ein ausführliches Tagesbericht umfassen. Du bestimmst, wie viel Text auf Deiner Seiten kommen, und welche Inhalte Du zeigen möchtest. Diese können durch den Fokuspunkt bestimmt sein, oder auch der Fokuspunkt Deiner Seite werden.

Beim Text kannst Du auf Hand-Lettering, Brush-Lettering, etc. zurückgreifen. Ob gemalt, gedruckt oder geklebt, es gibt beim Art Journaling eine große Fülle an Möglichkeiten. Und Du musst, um schöne Seiten zu gestalten, nicht unbedingt lange Schreibübungen durchführen.

5. Schließe mit einer Abschlussdekoration ab

Jetzt kommt mein Lieblingsteil: einfach mit Markierungen, Stiften, Stempel, die Seite abschließen. Fehlt Farbe, ist der Hintergrund zu langweilig geraten, muss der Rand besser abgeschlossen werden? Du machst die Seite "perfekt". Du bestimmst, ob die Art Journaling-Seite noch weiter dekoriert werden muss. Doodeln, kritzeln, stempeln, mach einfach das, was Dir noch fehlt. Ich persönlich kann damit Stunden verbringen. Wie sieht es bei Dir aus?

Das ist mein Rezept zu einer schönen Art-Journaling-Seite. Wie immer gilt auch hier: alles darf, nichts muss. Du magst keine tiefgründigen Texte auf Deine Seite haben, oder möchtest nicht zu persönlich werden - dann lasse Punkt 4 aus! Siehe dieses Rezept zur perfekten Seite, als Vorschlag, in dem Du das Salz in der Suppe bist! Guten Appetit!

Dieser Beitrag ist im Rahmen der Challenge #meettheblogger2020 entstanden. Das Thema war Guten Appetit. Da ich keine große Köchin bin, findest Du hier mein Lieblingsrezept 😉