Das A und O – ein gutes Art Journal

Art Journaling hat mit Kunst, aber auch sehr viel mit dem Journal, dem (Tage-)Buch zu tun. Wenn ich in den Anfängen stehen würde und 10€ zum reinschnuppern bekäme, ich würde es für ein ordentliches Art Journal ausgeben.

Papier ist eben nicht gleich Papier. Und da wir gerne mit Farbe, Leim und andere Mitteln experimentieren, macht es Sinn stärkeres Papier zu nehmen (mindestens 150g/m2). Ich kann es vorausnehmen, das hat seinen Preis. Die Investition lohnt sich aber, da das Papier sich dann nur wenig wellt, unsere Kollagen haften bleiben und die Farben auch super aufgenommen werden.

Neben der Papierqualität gilt es auch auf die Blattgröße, die Bindung und Papierfarbe zu achten. Diese Vielfalt ist toll, weil Du den Block/das Skizzenbuch kaufen kannst, dass Dir am meisten behagt.

Ich liebe es groß: eine A4-Seite sollte es für mich mindestens sein. Aber mein kleinstes Büchlein misst nur 9 auf 14cm! Ich benutzte es, um kleine Farbproben zu nehmen oder zum Kritzeln. Wichtig am Anfang ist es, die Größe zu finden, die zu Dir passt: Liebst Du es mit Acrylfarben großzügig zu schmieren, dann fange groß an. Bist Du durch ein große leere Blatt eher verunsichert, oder magst Du es feine Zeichnungen zu erstellen, dann sind kleinere Modelle eher das Richtige für Dich.

Neben der Größe ist die Bindung das zweit wichtigste bei einem Skizzenbuch. Und auch hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Ringbindungen haben den Vorteil, dass die Seiten flach bleiben und Dein Buch bis zu einem gewissen Grade mitwächst. Mich stört allerdings, das die Seiten durch die Bindung getrennt werden. Viele Art Journaler spielen aber bewusst mit der Bindung: Wir wollen nicht alle das Gleiche! Die Seiten lassen sich durch zusätzliche Perforierungen oder durch rausreißen auch leicht aus dem Buch entfernen. Geleimte und vernähte Bücher hingegen werden sperrig und die letzten Seiten des Buches lassen sich schlecht flach bearbeiten. Einige Seiten sollten auch vorab entfernt werden, damit man lange gut damit arbeiten kann.

Welches Buch nun? Marken gibt es viele. Die bekanntesten sind wohl: Strathmore, Dylusions, Moleskine und Canson. Ich liebe die Dylusions, weil sie mit Gummizug zusammengehalten werden, ihre Hülle leicht dekoriert werden kann und ein Kuvert für unsere Erinnerungsstücke vorne eingeklebt ist. Sie kommen in verschiedene Größen und auch ganz toll Farben: das quadratische Journal mit schwarzem Papier hat es mir insbesondere angetan!

Art Journal Beispiel

Selbstgemachtes für große Individualität

Aber muss es immer ein neues Buch sein? Natürlich nicht. Du kannst alte Bücher zu Art Journals umfunktionieren. Auch da solltest Du ca. jede 4 Seite entfernen, zur Stärkung der Seite immer zwei zusammenkleben und bei Bedarf zur besseren Aufnahme der Farbe Gesso einsetzen. Diese Bücher haben ihren eigen, sehr welligen Reiz!

Nicht zuletzt sollte ich selbstgemachte Blöcke erwähnen: hier kannst Du Dein Lieblingspapier in Deine Lieblingsgröße zusammenstellen. Aber wer sagt, dass es immer weißes Papier sein muss? Du kannst altes Scrapbook Papier, Zeitung, etc. dazu nehmen. Die einfachste Form ist eine einfache Kladde mit losem Blatt, komplexere Version brauchen Erfahrung in der Buchbinderkunst.

Und was ist Dein Lieblings-Art-Journal Buch?